säuerlich auf Verkäufer

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Thomas Pape | Forum Activity | Posted: Sat, Dec 15 2018 6:29 AM

Ich möchte hier kurz meine Enttäuschung kundtun, und gleichzeit DANKE an Logos sagen, für die Mühe und Arbeit und die nette Geste!

Da mein Wunsch, alle Bibeln in LOGOS zu haben groß ist, habe ich vor kurzem bei einer Plattform für "gebrauchte Dinge" die Software SESB gekauft - und mich riesig gefreut, dass alles in super Qualität hier ankam. Der Verkäufer: ein Buchladen aus Berlin. Da ich davon ausging, dass ich nun der Besitzer dieser Software bin, schrieb ich Ben an - und erfuhr, dass ein Übertragen der Software nicht möglich ist, da der ursprüngliche Besitzer die Software noch aktuell einsetzt und ….
Nun bin ich nicht sauer auf Logos sondern auf meinen Bruder, der vermutlich in der Nähe des Buchladens wohnt, und seine CD dort zu Geld gemacht hat, obwohl er wusste, dass er diese CD nur verkaufen kann, wenn er damit auch die Rechte auf die Software abgibt! 
Nein, ich werde die CD nun nicht zurückgeben - den vermutlich würde der Buchhändler die CD wieder ins Regal stellen und den nächsten Käufer unglücklich machen!
Und nein - da ich alle Bibeln die Logos aktuell anbietet, auch gekauft habe, war der Schaden nicht so groß - in erster Linie ging es mir um die Übersetzung von Buber.

Aber nun an dich lieber Bruder, der die CD an den Buchhändler verkauft hat - lies bitte mal nach, was nach europäischen Recht nun deine Plicht wäre! Du hättest jetzt eigentlich ein großes Problem, den du müsstest "dein Fundament" abreißen! 
Und meine Bitte an alle, die überlegen etwas zu verkaufen, was sie eigentlich noch weiter nutzen wollen - bitte denkt daran, dass wir als Christen anders sein sollten. 

Sorry, und noch mal vielen Dank an Logos
und euch allen einen schönen 3. Advent

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Jan Krohn | Forum Activity | Replied: Sat, Dec 15 2018 7:52 AM

Muss nicht zwangsläufig so geschehen sein.

Es wäre auch möglich, dass der Bruder ausgemistet hat, und sich jemand anderes die CD aus dem Container geangelt, und sie bei dem Laden zu Geld gemacht hat.

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Why Amazon sucks: Full background story of my legal dispute with the online giant

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Thomas Pape | Forum Activity | Replied: Sat, Dec 15 2018 7:56 AM

da hast du Recht - nur die Beste Qualität des Kartons und des Handbuches mit den 2 enthaltenen CDs lässt diese Vermutung nicht zu - der Außenkarton sieht aus, als wäre die Software erst gestern das erste Mal verkauft worden -  sonst hätte ich es nicht so geschrieben.

Edit:
Im übrigen - es würde nichts an der Rechtslage in Europa ändern. Denn wenn du deinen Fahrzeugbrief beim entrümpeln wegwirfst, oder deine Bücher versehentlich wegwirfst.... dann gehören diese Dinge dir halt nicht mehr.

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Jan Krohn | Forum Activity | Replied: Sat, Dec 15 2018 8:57 AM

Thomas Pape:

da hast du Recht - nur die Beste Qualität des Kartons und des Handbuches mit den 2 enthaltenen CDs lässt diese Vermutung nicht zu - der Außenkarton sieht aus, als wäre die Software erst gestern das erste Mal verkauft worden -  sonst hätte ich es nicht so geschrieben.

Da hast Du natürlich Recht. Aber auch wenn Deine Vermutung die wahrscheinlichste ist, gibt es immer noch andere Möglichkeiten, wie die CD in der Buchhandlung gelandet sein könnte.

Thomas Pape:
Edit:
Im übrigen - es würde nichts an der Rechtslage in Europa ändern. Denn wenn du deinen Fahrzeugbrief beim entrümpeln wegwirfst, oder deine Bücher versehentlich wegwirfst.... dann gehören diese Dinge dir halt nicht mehr.

Dann stellt sich aber die Frage, ob die Lizenz an die CD und den Key gekoppelt ist.

Eigentum an CD und Key hast Du ja zweifelsfrei erworben. Und ein Lizenznachweis lag den Paketen, soweit ich mich erinnere, niemals bei.

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Thomas Pape | Forum Activity | Replied: Sat, Dec 15 2018 9:26 AM

jetzt hab ich extra nachgeschaut - Seite 114 und folgende sind die EULA im Benutzerhandbuch enthalten -  darauf hatte ich nicht geachtet, da auch ich das Handbuch eigentlich "links liegen" gelassen hatte - wie wohl die meisten von uns 

Edit:

was noch gegen einen versehentlichen "Wegwurf" spricht: in Berlin und Umgebung wird der "Müll getrennt" - also Verpackung und Handbuch wären dann in der blauen Papiertonne gelandet, die CD samt Code und Hülle in der gelben Tüte/ Gelben Tonne... und damit wäre ein "finden und weiterkaufen" auf diese als Gesamtheit nicht mehr möglich gewesen. 

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LogosEmployee
Ben Misja (Faithlife) | Forum Activity | Replied: Sat, Dec 15 2018 2:45 PM

Es hat mir Leid für Thomas getan, dass ich ihm diese Lizenz nicht aktivieren konnte. Aber wer eine Libronix-CD gebraucht verkauft, müsste eben auch die Registrierung der Software rückgängig machen. Das ist ja ganz ähnlich wie bei Computerspielen und anderer Software auf physischen Datenträgern auch... Einmal registriert, ist ein Lizenzschlüssel an den entsprechenden Nutzer gebunden, unabhängig davon, was mit der CD/DVD passiert. 

Meine Vermutung: Der Vorbesitzer wusste nichts davon oder war sich nicht einmal bewusst, dass er sich registriert hatte. Später hat er sich dann Logos gekauft und war sich vielleicht wiederum gar nicht bewusst, dass er weiter dasselbe Konto benutzte. 

Es gibt (verständlicherweise) nach wie vor viele Kunden, die nicht wissen, dass die SESB mit Logos kompatibel ist, und ich höre sogar gelegentlich von Kunden, die Ihr SESB-Konto in Logos unbewusst weiter benutzen. 

Dass jemand eine SESB-CD verkauft, ohne die Lizenz freizugeben, scheint häufiger vorzukommen. Wir hören regelmäßig von Kunden, die eine gebrauchte SESB-CD erworben haben, deren Lizenz aber nicht deregistriert worden war. 

In so einem Fall bitte ich die Kunden, Kontakt mit dem Verkäufer aufzunehmen, aber bei Zwischenhändlern wird das schwierig. Im Notfall können wir auch selbst versuchen, einen Kontakt mit einem Vorbesitzer herzustellen. Das scheitert aber häufig an nicht mehr gültigen (oder gar nicht hinterlegten) Email-Adressen. In anderen Fällen kommt keine Antwort. Mehr als einmal ist es sogar schon vorgekommen, dass der vermeintliche Vorbesitzer gar nichts davon wusste, seine Lizenz verkauft zu haben. Wenn vom Vorbesitzer keine Bestätigung kommt, können wir die Lizenz auch nicht aus dessen Konto herauslösen. 

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Thomas Pape | Forum Activity | Replied: Sat, Dec 15 2018 6:05 PM

Es ging ja wie ich oben geschrieben habe auch nicht um euch - sondern darum, dass es nun mal in Europa erlaubt ist seine gebrauchte Lizenz zu verkaufen und dass hat jener Logosnutzer eben getan. Das ist gang und gäbe in Europa. (Siehe hier https://www.pc-magazin.de)  Aber daran ist dann die PFLICHT gebunden, die Software nicht weiter zu benutzen. Und mein Hinweis an uns Christen, sich daran zu halten! Da ich in Europa lebe und der Verkäufer auch, ist er nicht mehr im Besitz seiner Lizenz - und er sollte sich dessen bewusst sein. Und ich hoffe, dass dies viele lesen und darüber nachdenken, und so den Streß vermeiden.  Es geht mir nicht darum mein Recht durchzusetzten sondern dass sich jeder der rechtlichen Konsequenzen bewusst wird. 


PS mich würde nun mal die rechtliche Situation in Amerika interessieren - ich denke nämlich, dass es da ähnlich aussehen wird.

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Thomas Pape | Forum Activity | Replied: Sun, Dec 16 2018 2:58 AM

Ben Misja (Faithlife):
In so einem Fall bitte ich die Kunden, Kontakt mit dem Verkäufer aufzunehmen, aber bei Zwischenhändlern wird das schwierig. Im Notfall können wir auch selbst versuchen, einen Kontakt mit einem Vorbesitzer herzustellen. Das scheitert aber häufig an nicht mehr gültigen (oder gar nicht hinterlegten) Email-Adressen. In anderen Fällen kommt keine Antwort. Mehr als einmal ist es sogar schon vorgekommen, dass der vermeintliche Vorbesitzer gar nichts davon wusste, seine Lizenz verkauft zu haben. Wenn vom Vorbesitzer keine Bestätigung kommt, können wir die Lizenz auch nicht aus dessen Konto herauslösen. 


also wenn ich deine Ausführungen lese, dann denke ich, dass eure Rechtsabteilung sich diese Regelung einmal anschauen sollte. Da scheint die Regelung aus dem letzten Jahrhundert zu sein und nicht mehr zu unserer Zeit zu passen . oder? Vor allem passt es nicht zu den in Europa geltenen Recht - oder habe ich etwas übersehen? Mit der Regelung, wie du sie beschreibst, macht ihr es ja denen leicht, die eine Lizenz verkaufen und dann diese rechtswidrig weiter nutzt - derjenige braucht nur deine Mail nicht beantworten und schon darf er die "geklaute Software" weiter nutzen, obwohl ihr ja die technische Möglichkeit habt, ausgelieferte Bücher wieder zu löschen - oder sehe ich das falsch?

Also ich würde ja verstehen, dass es Probleme gäbe, wenn ich nun vielleicht noch eine Vergünstigung haben wollte, wie ihr es Umsteigern bei Logos 7 einmal angeboten habt, aber ich habe Logos 7 Gold und Logos 8 Platin - es geht also wirklich "nur" um die paar Bücher die ihr nicht mehr aktuell anbieten könnt. 


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LogosEmployee
Ben Misja (Faithlife) | Forum Activity | Replied: Sun, Dec 16 2018 2:42 PM

Der Sinn der Regelung ist, dass sie bestehende Kunden schützt, weil Faithlife bis zum Beweis des Gegenteils davon ausgeht, dass die Lizenz weiterhin dem Kunden gehört. Wir haben doch eine Sorgfaltspflicht gegenüber unseren Kunden, die zum Teil schon seit über 20 Jahren sechsstellige (!) Beträge in ihre Bibliotheken investiert haben. Überlege mal, was für ein Schaden entstehen könnte, wenn es jemandem gelingen würde, dieses System zu hintergehen. Deshalb gilt z.B. auch, wenn jemand eine x-beliebige Logos-Lizenz verkauft, dass das niemals ohne eine ausdrückliche Bestätigung des Vorbesitzers möglich ist. 

Oder überlege, für wie viele ähnliche Programme es im Internet leicht verfügbare Key Generators gibt, die dir einen Lizenzschlüssel erstellen können, ob der nun vergeben ist oder nicht. Wenn nicht Key Generators, dann geleakte Listen mit Lizenzschlüsseln. Von Libronix/SESB ist mir das zwar nicht bekannt (anders als bei manchen Konkurrenten), aber stell dir mal vor, wenn sich jemand die Mühe gemacht und unser Schlüsselsystem gecrackt (oder unser System gehackt und Listen ergaunert) hätte. 

Unehrliche Kunden könnten sich einfach CD-Fotos von Ebay & Co. abgreifen und uns diese dann zusammen mit einem vermeintlich gebraucht erworbenen Lizenzschlüssel schicken. Plötzlich ist deine Lizenz weg und du weißt nicht, wie dir geschehen ist. 

Das ist ein unkalkulierbares Risiko, das jede Software-Firma der Welt unbedingt vermeiden möchte. Deshalb hat diese Sicherheitsmaßnahme ihren Sinn. 

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