https://t3n.de/news/kein-siegeszug-fuer-e-books-das-1237697/
Der deutschsprachige Artikel ist nur ein kleiner Teil des Originals und inhaltlich schlecht. Insbesondere lässt er einen Großteil davon weg, was im Original als zweite Titelzeile eingebaut ist: Der Siegeszug der eBooks blieb aus weil das Oligopol der großen Verlagshäuser jahrelang verbissen und mit unfairen Mitteln dagegen gekämpft hat (und das noch immer tut). Dass sie rechtskräftig für die verbotene Absprache mit Apple verurteilt wurden hat die Verlage ein bisschen aus der Portokasse gekostet aber letztlich deren Modell nicht gebrochen, sondern die eBooks wurden trotzdem auf breiter Front verhindert. Der englischsprachige Artikel geht auch darauf ein, dass die Entwicklung letztlich zu einer Verstärkung der Marktposition von Amazon beim gedruckten Buch geführt hat, und dass insbesondere die Autoren (sofern sie nicht superbillig bei Amazon self-publishen) die Leidtragenden sind.
Was in beiden Artikeln fehlt sind Statistiken über das tatsächliche Leseverhalten. Lediglich ein Prozentwert von 20% eBooks (und im deutschen Artikel von etwa 5% herzulande) - aber in diesem Thema sollte man wahrscheinlich ohnehin nur Statistiken trauen, die man selbst gefälscht hat. Ich fürchte, dass insgesamt der Anteil der aktiv Lesenden abnimmt. Dadurch ist für alle weniger im Topf. Das eBook hätte diesem Trend entgegenwirken können, wenn man es eben nicht auf diese Weise bekämpft hätte.
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