Reverse-Interlinear Datensatz für Septuaginta Deutsch?

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Mendel Itkin | Forum Activity | Posted: Sun, Dec 29 2019 12:46 PM

Gibt es Pläne für einen Interlinearen Datensatz für die Septuaginta Deutsch? Das wäre ein großer Schritt für die akademische Nutzung von Logos im deutschsprachigen Raum, vor allem weil das Projekt international einzigartig ist. Neben dem Englischen und Französischen ist Deutsch die einzige Sprache, in der wir die Septuaginta haben und das sogar noch auf dem neuesten Forschungsstand.

Von allen Deutschen Übersetzungen, die Logos anbietet, ist die Septuaginta Deutsch die neueste Übersetzung. Ich finde ihr gebührt ein Interlinearer Datensatz. Was denkt ihr? 

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Roland Hofbauer | Forum Activity | Replied: Sun, Dec 29 2019 10:57 PM

gute Idee!

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Sascha Andreas John | Forum Activity | Replied: Sun, Dec 29 2019 11:18 PM

zumal die englischen das schon haben alsoYes

wobei "die neuste Übersetzung nach wissenschaftlichen Maßstäben" nicht unbedingt ein Garant dafür ist, dass sie eine gute Übersetzung ist sondern nur  das sie so übersetzt wie es theologisch zur Zeit in ist. Wink  

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ilian | Forum Activity | Replied: Mon, Dec 30 2019 12:06 AM

Mendel Itkin:
Gibt es Pläne für einen Interlinearen Datensatz für die Septuaginta Deutsch?

Wir haben ja hier das Thema angesprochen: https://community.logos.com/forums/p/182675/1056892.aspx#1056892

Ben meinte, dass er mittelfristig eine Interlienear-Bibel zur LXX-D haben möchte. Mich würde das sehr freuen und ich hoffe, dass man bald damit anfängt!

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Mendel Itkin | Forum Activity | Replied: Mon, Dec 30 2019 8:37 AM

Es kommt darauf an, was du unter einer guten Übersetzung verstehst. Die Hebräisch und Griechische Linguistik schreitet ständig voran durch neue Entdeckungen von Texten wie Inschriften, Papyri u.a. Und das alles unter fortlaufenden wissenschaftlichen Diskurs. Außerdem kommen immer neue Archäologische Funde dazu, die die eine oder andere Bibelstelle aufhellen können. 

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Sascha Andreas John | Forum Activity | Replied: Mon, Dec 30 2019 9:44 AM

das versteh ich unter einer guten ÜbersetzungSmile und wenn ich das richtig verstanden hab sind die Apokryphen z.B. ein großer Nutznießer von den von dir erwähnten Entwicklungen...eine schlechte Übersetzung ist für mich wenn darüber hinaus noch theologische Strömungen in den Text kommen die den ursprünglichen Text verbiegen und Zweifel am Wort Gottes schüren.

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Mendel Itkin | Forum Activity | Replied: Mon, Dec 30 2019 10:27 AM

Sascha Andreas John:

eine schlechte Übersetzung ist für mich wenn darüber hinaus noch theologische Strömungen in den Text kommen die den ursprünglichen Text verbiegen und Zweifel am Wort Gottes schüren.

Ich denke, dass es unumgänglich ist. Die Bibel muss interpretiert werden. An vielen Stellen ist der Hebräische Text völlig unklar und eine Übersetzung ist immer Interpretation. Schau dir z.B. das Deborah-Lied an. Der Text ist unverständlich, mehrere Deutungen sind möglich. Das gleiche betrifft Jes.53. Der Text ist so kryptisch, dass es mehrere Monographien über diese 15 Verse gibt. Damit will ich nur sagen, jede Theologische Strömung hat ihre Berechtigung, was das Verständnis des Textes betrifft, weil der Text ETWAS sagen will, nur muss man dieses ETWAS verstehen und das geht nur durch Interpretation. 

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LogosEmployee
Ben Misja (Faithlife) | Forum Activity | Replied: Mon, Dec 30 2019 11:50 AM

ilian:

Mendel Itkin:
Gibt es Pläne für einen Interlinearen Datensatz für die Septuaginta Deutsch?

Wir haben ja hier das Thema angesprochen: https://community.logos.com/forums/p/182675/1056892.aspx#1056892

Ben meinte, dass er mittelfristig eine Interlienear-Bibel zur LXX-D haben möchte. Mich würde das sehr freuen und ich hoffe, dass man bald damit anfängt!

Die Absicht besteht weiterhin, aber mehr ist es derzeit nicht. Priorität sind momentan das Schlachter-AT und EÜ-NT. Je nach dem, wie produktiv unsere Partner da sind, konzentrieren wir uns dann zunächst auf das EÜ-AT oder schaffen es im besten Fall schon, gleichzeitig das NT und schließlich das AT der ELB anzugehen. Ich denke, die Arbeit an der ELB kann 2020 beginnen. 

Danach werden wir die Lage neu prüfen. Ich kann mir derzeit noch vorstellen, dass wir die LXX.D bspw. gegen die Zürcher Bibel abwägen, die ja nicht nur in der Schweizer Reformierten Kirche, sondern auch im akademischen Raum gern genutzt wird. 

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ilian | Forum Activity | Replied: Mon, Dec 30 2019 2:37 PM

Ben Misja (Faithlife):
Ich kann mir derzeit noch vorstellen, dass wir die LXX.D bspw. gegen die Zürcher Bibel abwägen, die ja nicht nur in der Schweizer Reformierten Kirche, sondern auch im akademischen Raum gern genutzt wird. 

Auch wenn die Zürcher Bibel ebenso wichtig ist, ist die LXX.D aus meiner Sicht wichtiger/dringender, weil es mit einer gewissen Logos-Funktionalität verbunden ist, die momentan auf Deutsch fehlt (vgl. https://community.logos.com/forums/t/182675.aspx ).

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Sascha Andreas John | Forum Activity | Replied: Mon, Dec 30 2019 10:24 PM

Ein berühmter Schriftsteller hat mal gesagt:"mir machen nicht die Stellen in der Bibel Probleme, die ich nicht verstehe...sondern die ich sehr genau verstehe!" Wink

Ich komme, nach inzwischen 40 Jahren Bibelstudium, immer mehr zu dem Punkt den Text der Bibel so zu nehmen wie er ist (und wie ihn, z.B. Jes 53, die Apostel im NT auslegen) und weg davon zu interpretieren, Dinge hineinzulegen was nicht da steht oder Über Nebensächlichkeiten eine 2 Stunden Predigt zu halten. Der Text will nicht etwas sagen, sondern er sagt etwas! Als historisches Dokument, in der Absicht des Autors und für die Augen der Empfänger. Meine Frage ist, was ich kann aus dem was der Text sagt für meinen Glauben nehmen und umsetzen...aber das ist wohl eher Off-Topic.

Einen gesegneten Jahresabschluss

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