Suche - Assistenten: Mißtrauen und Erkenntnis. Ein Ergebnis.

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Andreas Roemer | Forum Activity | Posted: Wed, Jul 14 2021 2:42 AM

Zum Thema "Suche und Assistenten" machte es vor ein paar Stunden "Klick" und vielleicht hilft dem einen oder anderen Neuling das hier Gesagte.
Zum xten Mal debattierte unsere Suchtruppe mit Handouts und Workarrounds, kontrovers und apodiktisch, so wie es sich gehörtWink und nach einer Pause, fasste ich unser Tun so zusammen:

Für mich war es von entscheidender Bedeutung zu verstehen, dass vor jeder „Suche“ eine Vorstellung darüber sein sollte, was ich mir als Ergebnis vorstelle. Nicht inhaltlich, dass würde ja keinen Sinn machen, sondern formal. Brauche ich in der Ergebnismenge Verslisten, Links in meine Bibliothek, thematische Ideen oder Eingrenzungen von Themen, usw.

In vielen Beiträgen, auch zu spezifischen Suchthemen, schwingt eine ungenaue, aber scheinbar deutlich bestimmte Vorstellung davon mit, wie ein Ergebnis aussehen sollte. Mit darin, und daher auch die oftmals verkomplizierten Suchen in der Detailsuche (Lupensymbol beim LOS!-Feld), schwang ein scheinbares Misstrauen in die Logos-Assistenten mit.Sad

Davon musste ich mich befreien und was mir hier half ist die Vorstellung, dass das, von dem ich nicht wusste, was mir meine Suche inhaltlich und formal als Ergebnis bringen sollte, ich auch nicht vermissen könne.
Wenn ich nicht weiß, wie und was das Ergebnis ist, kann ich dies auch nicht als Kriterium dafür benutzen, Logos-Assistenten zu misstrauen.

Dabei hilft es mir auch nicht, dass mit dem Start, sagen wir einmal des Bibelstellen-Assistenten, dass Eröffnungsbild einfach nur schrecklich ist!
Ein Suchfeld und in der Mitte vom Schirm, prominent und ziemlich groß: Nichts!, einfach nur Nichts!
Die schnöde Aufforderung nach einer Eingabe ist inhaltlich richtig, aber ein Kasten mit 4 Rädern und einem Motor ist noch lange nicht ein schickes Auto, dem ich vertrauen und es dann auch kaufen würde.
Erst mit Eingabe (sofern nicht bereits geschehen) einer Versstelle oder eines Bibelstellenbereichs zeigt sich die eigentliche Macht und damit Leben der Assistenten.
Hier wäre vielleicht einmal zu überlegen, ob man nicht, typographisch entsprechend ausgestaltet, ein paar Zeilen hinsichtlich der Funktionalität und des thematischen Hintergrunds des gewählten Assistenten an dieser Stelle zeigen sollte.

Für die Profis mag das nach höherem Blödsinn klingen, ist es vielleicht auch, aber die nicht repräsentative Debatte heute Morgen, führte mich erst auf die Spur: Kein Vertrauen, auch wegen der Optik.
Die Macht der Assistenten, und die ist gewaltig, ist nicht sichtbar, nicht spürbar und erst mit einem ENTER erlebbar.

Dabei führe ich mir stets vor Augen, dass jede mit Ergebnissen gefüllte Sektion in den Assistenten eine separate Suche repräsentiert.
Einmal mehr zeigt sich, dass ich meine Detailsuchen und meine Einzelsuchen besser einschränke, und mich bei der Mehrheit meiner Fragen, auf die der Assistenten verlasse – ja, verlassen kann.
Bis dato, erfüllten sich meist alle Ansprüche an Informationen nahezu 100%ig mit den Assistenten.
Die großen drei: „Bibelstellen-Assistent“, „Exegese-Assistent“ und Wortstudie sind hier primär meine ersten Anlaufstellen geworden. Dazu noch das Faktenbuch und thematisch bin ich damit sehr, sehr gut bedient und weiß gar nicht, ob ich anders zu vergleichbaren Ergebnissen gekommen wäre.
Die bloße Vorstellung von etwas, von dem ich gar nicht wissen kann, was da kommen soll, wird mich nicht mehr in der Bedienung von Logos beeinflussen können.

Und die Möglichkeiten der Studienhilfen, sind hier noch gar nicht erwähnt. Beim induktiven Bibellesen die entscheidenden Schritte: Beobachten - Deutung – Anwendung geführt zu machen, führte zu Antworten, die ich so manches mal nicht erwartet hätte und daran schloss sich die Anwendung der großen Drei an.

Vor jeder Recherche steht bei mir:
Was stelle ich mir als erste Ergebnismenge (formal) vor und dann die Entscheidung:
- Faktenbuch
- Assistenten (welcher?);
- Studienhilfe
- Los!-Feld
und erst danach die „Suche“ (Lupensymbol beim LOS!-Feld).
Immer in dieser Reihenfolge und bei der Versbetrachtung:
Favorisierte Bibel und dann die großen drei Assistenten (siehe oben).
Wie ich dann en detail weiter arbeite steht auf einem anderen Blatt.

Für unseren Suchtrupp bedeutet dass: Pause, neu sortieren und mit dem formalen Nonsens aufhören, schon wissen zu wollen, wohin eine Suche führen soll und sich darüber unqualifiziert zu ärgern, dass Logos so kompliziert sei und völlig daneben liegt, usw. usf.

Danke fürs Zuhören und vielleicht schließt sich ja auch der eine oder andere Gedanke an.

Bleibt gesund
Andreas

"Die Welt wird dich Gehorsam lehren, denn da besteht die Notwendigkeit, ein Stück Brot zu verdienen". (Waltari)

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LogosEmployee
Simon Rühl (Faithlife) | Forum Activity | Replied: Fri, Jul 16 2021 12:13 AM

Andreas Roemer:
Für mich war es von entscheidender Bedeutung zu verstehen, dass vor jeder „Suche“ eine Vorstellung darüber sein sollte, was ich mir als Ergebnis vorstelle. Nicht inhaltlich, dass würde ja keinen Sinn machen, sondern formal.

Das ist sehr, sehr wichtig. Ich denke hier so:

  1. Ich muss lernen gute Fragen an die Bibel zu stellen
  2. Logos liefert mir gute Informationen 
  3. Ich muss lernen, die Informationen dann zu verwerten und zu guten Schlussfolgerungen zu kommen

 Oder etwas ausführlicher:

  • Meine erste Kompetenz: Fragen an die Bibel stellen lernen.
  • Meine zweite Kompetenz: Wie stelle ich diese Frage in Logos? In welchen Tools, in welcher Reihenfolge usw.?
  • Logos Kompetenz: Assistenten, Werkzeuge... Logos listet dann (meiner Meinung nach) sehr gute Informationen auf.
  • Meine Kompetenz: Analysieren, ob der gewählte Suchweg in Logos auch die bestmöglichen Ergebnisse bringt (z.B. ist mir persönlich die Wortbedeutung zu unsicher)
  • Logos Kompetenz: Alternative Suchoptionen sind oft einen Klick entfernt. Faktenbuch und Assistenten bietet immer die Option „Exegese-Assistent starten“, "im Faktenbuch suchen" usw. Einfach einen zweiten oder dritten Weg der Suche ausprobieren. 
  • Meine Kompetenz: Ergebnisse auswerten und interpretieren.

Andreas Roemer:
Kein Vertrauen, auch wegen der Optik.
Die Macht der Assistenten, und die ist gewaltig, ist nicht sichtbar, nicht spürbar und erst mit einem ENTER erlebbar.

Das ist eine interessante Bemerkung. In Zukunft werden beim ersten Start eines Assistenten die Hilfekarten angezeigt werden, wo man auf die Online-Hilfe (bald auch mit Video) verlinkt wird. Aber in Logos selbst etwas anzuzeigen wäre natürlich auch interessant. Das geb ich mal als Idee weiter.

Andreas Roemer:
Die großen drei: „Bibelstellen-Assistent“, „Exegese-Assistent“ und Wortstudie sind hier primär meine ersten Anlaufstellen geworden.

Das geht mir auch so. Faktenbuch ist allerdings mehr und mehr das Rundumpaket. Ich war sehr skeptisch, ist aber mittlerweile wirklich gut. 1. Wenn man ganz unerfahren ist: Man muss sich nicht vorher für einen Assistenten entscheiden. Weil es mitdenkt: Ich gebe ein deutsches Wort ein und er bietet mir gleich eine griechische Suche für ein häufig gebrauchtes Wort an. 

Abschließend vielen, vielen Dank für diesen Post. Bei Gelegenheit würde ich gerne mal eine Stunde mit eurem Suchtrupp verbringen und von euch lernen. Magst du mir dazu eine Mail schreiben? Deutsch@faithlife.com wer hier dabei ist? Das würde mir helfen, ein besserer Logos-Trainer zu werden.

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Andreas Roemer | Forum Activity | Replied: Fri, Jul 16 2021 1:41 AM

Danke für Deine ausführliche Rückmeldung. Besonders Deine Ausführungen zum "Faktenbuch" fand ich sehr hilfreich. Danke.

Wir können und gerne hinsichtlich des "Suchtrupps" abstimmen und ich werde Dich, wie von Dir vorgeschlagen, zeitnah kontaktieren. Danke für Deine Bereitschaft.Yes

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